Presseinfo der Fraktion „Alternative Jugend Strausberg / Grüne“ zur Entwicklung der Altstadt

- Vorschlag des Gewerbevereins Strausberg zur Errichtung eines Fachmarktcenters in der Müncheberger Straße

Strausberg, 13. Februar 2008

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Die Fraktion „Alternative Jugend Strausberg / Grüne“ begrüßt die Initiative des Altstadtvereins und wird umsetzbare Lösungsvorschläge im Sinne einer Erhöhung der Attraktivität der Altstadt selbstverständlich unterstützen. Dazu gehört auch die Idee ein Fachmarktcenter an einem hierfür geradezu ambitionierten Standort in der Müncheberger Straße zu errichten.

Genauso wichtig für die Attraktivität der Altstadt bleibt jedoch die Entwicklung des Areals im Bereich des ehemaligen Möbelhauses im Norden der Großen Straße. Für unsere Fraktion stellt sich in dem Zusammenhang die Frage: Beabsichtigen Investor und Stadtverwaltung sich von dem Projekt eines Altstadtcenters in diesem Bereich zu verabschieden, nachdem die Entscheidung für die Änderung des Bebauungsplans zugunsten der Ansiedlung von C&A im Handelscentrum gefallen ist? Eine aus der Sicht unserer Fraktion richtige Entscheidung für die weitere Entwicklung des inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus als Einkaufsmagnet geltenden Handelscentrums. Deswegen aber noch lange keine Entscheidung gegen die Entwicklung der Altstadt!

Sofern dieser Beschluss dennoch bereits ausreichend ist um das Vorhaben „Errichtung eines Altstadtcenters“ zu kippen, so spricht dies aus Sicht unserer Fraktion nicht unbedingt für eine konzeptionelle und sorgfältige Vorbereitung dieses Vorhabens.

Um so wichtiger ist es jedes neue Projekt im Vorfeld noch gründlicher auf die Realisierungsfähigkeit zu überprüfen. Die Altstadt braucht jetzt schnelle Veränderungen und Planungsvorhaben, die auch eine realistische Chance haben in naher Zukunft umgesetzt zu werden.

In jedem Fall begrüßen wir die Vorschläge zur Veränderung der Verkehrsführung, denn die jetzige Verkehrsführung trägt mit Sicherheit nicht zur Erhöhung der Attraktivität der Altstadt bei. Die Schaffung verkehrsberuhigter Bereiche, ...die Einrichtung einer Fußgängerzone, ...die noch bessere Einbindung des ÖPNV, ...Parkmöglichkeiten nicht in, sondern am Rand der Altstadt - vieles ist möglich. Die Chance mit innovativen Verkehrslösungen die Altstadt für Besucher noch attraktiver zu machen, wurde viel zu lange schon versäumt.

Hier ist von allen Beteiligten (Stadtverwaltung und Stadtverordnete eingeschlossen) mehr Mut zum Handeln gefordert, denn es wird keine Verkehrslösung geben die es allen Recht macht, aber sich deswegen lieber mit einem für viele Bürger und Verkehrsteilnehmer unbefriedigenden Ist-Zustand zu arrangieren, ist erst Recht der falsche Weg.

Entscheidend für die Altstadt wird zudem sein, dass sie ihr eigenes Flair entwickelt. Bei aller Bedeutung von großflächigen Einkaufscentren als Anziehungsmagnet für Kunden und Besucher - mindestens genauso wichtig sind kleine attraktive Geschäfte mit einem besonderen Sortiment und natürlich Straßencafes oder Restaurants, die bei schönem Wetter auch mal draußen zum Verweilen einladen.

Daher sollte auch von Seiten der Stadtverwaltung und von den Investoren kurzfristig eine klareAussage zur weiteren Realisierung des Altstadtcenters getroffen werden. Sofern in absehbarer Zeit kein Baubeginn vorgesehen wird, sehen wir in unserer Fraktion auch die alternative Möglichkeit das Areal als attraktiven Wohnstandort zu entwickeln, wie es im benachbarten Bereich Buchhorst bereits hervorragend praktiziert wird. Sinnvoll ergänzt durch Grünflächen, kleine Läden sowie gastronomische Einrichtungen kann man damit ebenfalls viel für die Entwicklung der Altstadt tun.

i.A. Uwe Kunath

Fraktion „Alternative Jugend Strausberg / Grüne“

molgrün: 20080217