Klimawandel - Gedanken zum Jahreswechsel von Rudolf Höhn, 2. Vorsitzender des Fördervereins Zukunftsenergien "SolarRegio Kaiserstuhl e.V."
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Wyhl am Kaiserstuhl, 01. Januar 2007

Liebe Freunde der Zukunftsenergien !
 
Die Wahrheit kann warten, sie ist es gewohnt. (Douglas Jerrold)
 
Wenn wir nicht sofort handeln, werden durch die globale Erwärmung in ca. 50 Jahren der Nordpol und Grönland im Sommer eisfrei sein. Der Meeresspiegel wird um mehr als  6 m ansteigen und zig- Millionen Menschen in Amerika, Bangladesch usw., haben keinen Lebensraum mehr; viele Millionen werden sterben. Auch Holland und Norddeutschland werden überflutet. In den höheren Lagen werden Wirbelstürme, extreme Hitze und Überschwemmungen zunehmen. Das ist unvorstellbar, aber die unbequeme Wahrheit.
 
Viele denken: zum Glück leben wir in Baden, hier kann uns die Erhöhung des Meeresspiegels nichts anhaben.  Die Erwärmung der Erde hat für uns viele Vorteile. Man wird z.B. Rebsorten anbauen können, die bisher nur im Mittelmeerraum wachsen und wenn Norddeutschland im Meer versinkt, steigen bei uns die Grundstückspreise.
 
Tatsache ist, dass auch die Gletscher in den Alpen schmelzen. Die Folgen sind, dass wir hier bei starken Regenfällen mit Hochwasser und im Sommer mit Trockenheit rechnen müssen. Es wird vermehrt Wirbelstürme geben. Schneesichere Skigebiete wird es bei uns nicht mehr geben, aber mehr Schneekanonen als Bäume. Auch Moskitos und Malaria werden  bei uns Einzug halten. Die Energieversorgung wird im  Sommer zusammenbrechen. Der Wald ist bereits heute zu 50% geschädigt; er hat sich vom extrem trockenen Sommer 2003 noch nicht erholt.  Zwei, drei weitere trockene Sommer  in relativ kurzen Abständen, und man kann den Schwarzwald nur noch auf alten Fotos bewundern. Aber da dies vielleicht erst in  51 statt in 50  Jahren passiert, können wir uns mit dem Umweltschutz Zeit lassen.
 
Ist doch logisch, oder?
 
Neue Windräder werden bei uns nicht genehmigt, weil sie das Landschaftsbild stören obwohl sie den CO2-Ausstoß vermindern und die globale Erwärmung mit verhindern könnten. Es werden also Landschaften geschützt, die es durch diesen "Schutz" in relativ kurzer Zeit so  nicht mehr geben wird.
 
Ist doch logisch, oder ?
 
Wenn man unter einem Windrad 3 oder 4 tote Fledermäuse im Jahr  findet, wäre der Bestand der Fledermäusen vermutlich nicht gefährdet aber das Windrad muss in den Sommermonaten nachts abgeschaltet werden. Der Betreiber erhält keine Entschädigung.
 
Bei uns in Rheinau wurde 2006 eine neue Tierart, nämlich die Nymphen-Fledermaus entdeckt. Man müsste einige  alte Eichen stehen lassen, damit die  Brutplätze erhalten bleiben. Wenn das nicht geschieht, ist der Bestand der neu entdeckten Fledermausart gefährdet. Wenn man die Bäume nicht fällen darf, fordert der  Waldbesitzer, nämlich die Stadt Rheinau, eine Entschädigungen für den  finanziellen Verlust. Landwirte fordern Prämien für nicht genutzte Flächen.
 
Ist doch logisch, oder?
 
Wenn im Internet ein Amoklauf in Schulen angekündigt wird, mobilisiert man die gesamte Polizei.  Schulen werden geschlossen, Schüler müssen nicht zur Schule und Minister profilieren sich, weil sie so mutig, entschlossen und umsichtig reagiert haben.
 
Sollte  ein Terroranschlag auf ein Atomkraftwerk angekündigt werden,  müsste man Städte evakuieren, Jodtabletten verteilen, Flughäfen schließen etc. Da das unmöglich ist,  wird  lediglich eine verdeckte Fahndung anlaufen. Die Bevölkerung wird erst gar nicht informiert bzw. beunruhigt werden. Schließlich leben wir doch schon heute mit dem Risiko, dass ein Erdbeben, ein Störfall oder ein Terroranschlag weite Teile der BRD unbewohnbar machen könnte. Im Gegenteil, die gleichen Minister fordern neue Kernkraftwerke oder zumindest eine Verlängerung der Laufzeiten.
 
Ist doch logisch, oder?
 
Die Deutsche Industrie ignoriert den Klimawandel völlig und wettert gegen zusätzliche CO2-Einsparungen und Klima-Abgaben.
 
Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) macht sich Sorgen, dass die Wirtschaftskraft bis zur Jahrtausendmitte - also in 500 Jahren- in Billionenhöhe geschmälert wird, falls bei uns der Bevölkerungsrückgang
weiter anhält.
 
Donnerwetter, das ist Weitsicht !  Die wesentlich nähere Klimakatastrophe mit den weltweit unvorstellbaren Schäden, wurde einfach übersprungen. Tatsache ist, in 500 Jahren ist der Klimawandel gestoppt, weil es keine fossilen Energien mehr zu verbrennen gibt.
 
Bevölkerungszuwachs oder nicht, man wird wohl das kleine Beseli und Schäufeli  holen und mit den Aufräumarbeiten beginnen müssen.
 
Ist doch  logisch, oder?
 
Früher hat man für seine Kinder und Enkel ein Sparbuch angelegt. Heute überlassen wir ihnen Schulden und eine zerstörte Umwelt. Jetzt will man im Bundestag einen neuen Passus ins Grundgesetz einfügen:
 
" Der Staat hat in seinem Handeln das Prinzip der Nachhaltigkeit zu beachten und die Interessen künftiger Generationen zu schützen"
 
Das Gesetz wird kommen, aber man wird sich nicht daran halten, weil es Arbeitsplätze oder die Wettbewerbsfähigkeit kosten könnte.  Eher wird unsere Nationalhymne in "Wachstum, Wachstum über alles" umgeschrieben.
 
Ist doch logisch, oder?
 
In Baden-Württemberg will man im nächsten Jahr für Neubauten die Nutzung "Erneuerbarer Energien" vorschreiben. Das ist überfällig.
 
Aber zu den "Erneuerbaren Energien" wird auch die Erdwärmenutzung durch Wärmepumpen gezählt. Das freut die E-Werke, weil dafür viel Strom gebraucht wird. Im E-Werk werden  2/3 der Energie als Abwärme in die Luft geblasen. Man treibt also den Teufel mit dem Belzebub aus.
 
Ist doch logisch, oder ?
 
Wir wissen bis heute nicht, wieso unsere Eltern auf den "Größten Führer aller Zeiten" hereingefallen sind und nichts gegen ihn unternommen haben. Viele haben angeblich von nichts gewusst. Warum soll es unseren Nachkommen mit der Klimakatastrophe ähnlich ergehen? Wir wissen, was auf unseren Nachwuchs  zukommt; deshalb habe ich folgende Bitte:
 
Legen Sie für ihre Nachkommen  ein Fotoalbum (evtl. auf  DVD)  an,  in dem Sie  neben den Fotos  Ihrer Kinder und Enkel,  Zeitungsartikel und Informationen zur Energiekrise und zum Klimawandel einkleben. Und dann schreiben Sie dazu, was Sie unternommen haben,  um das zu
verhindern. Da werden ihre Enkel in 50 Jahren aber staunen.

Ist doch logisch, oder?
 
Was können Sie tun und im Fotoalbum eintragen? .........................
 

Rudolf Höhn

2. Vorsitzender des Fördervereins und Projektleiter in Rheinau

 

Förderverein Zukunftsenergien

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molgrün: 20071104