Ehrennadel der Gemeinde für Frank Ott

Über diese Entscheidung wurde in unserem Ortsverband gejubelt. Frank Ott, unser langjähriger Gemeindevertreter und stellvertretender Vorsitzender des NABU hat wurde auf dem Neujahrsempfang mit der Ehrennadel der Gemeinde Neuenhagen ausgezeichnet. Die Märkische Oderzeitung berichtete darüber ausführlich:

Das freut auch Turmfalken und Biber

Von Irina Voigt

Neuenhagen (MOZ) Auf Beschluss der Gemeindevertretung wurde Frank Ott beim Neujahrsempfang aufgrund seiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Arbeit mit der Ehrennadel der Gemeinde ausgezeichnet.

Freudig überrascht, aber auch hocherfreut reagierte Frank Ott, als der Bürgermeister Jürgen Henze die Laudatio auf ihn hielt. "Ich wusste ja gar nicht, dass es so viel über mich zu sagen gibt", erklärte er.

Frank Ott wurde am Sonntag zum Neujahrsempfang mit der Ehrennadel der Gemeinde ausgezeichnet. Der 50-Jährige ist "jemand, der nicht nur mit der Natur lebt, sondern sie auch täglich zu schützen sucht - und das seit mehr als 30 Jahren", hatte Henze gesagt. Die Naturverbundenheit von Frank Ott, der in Birkenstein aufwuchs, begann allerdings schon viel früher, schon im Kindesalter. Dazu passt, dass seine Lieblingsfächer Erdkunde und Biologie waren, dass er bis zum 14. Lebensjahr im Jugendklub des Berliner Tierparks bei den Aquarianern mitmachte und dass er - nachdem es mit der Berufsausbildung zum Förster nicht geklappt hatte - Agrotechniker wurde. 1978 war er sogar der beste Mähdrescherfahrer im Bezirk Frankfurt (Oder).

Seit seinem Umzug von Birkenstein in die Nachbargemeinde nach Neuenhagen 1982 ist er in deren Naturschutzgruppe engagiert. Nach der Wende war Ott Gründungsmitglied der Neuenhagener Ortsgruppe, deren stellvertretender Vorsitzender er bis heute ist. Viele Projekte hat er seitdem initiiert und begleitet. Er kümmert sich um den Uferschwalbenhügel im Gewerbegebiet, ist mehrmals im Jahr auch mit Kindern und Jugendlichen unterwegs, um Nistkästen für Vögel oder Fledermäuse anzubringen. Die Renaturierung der Erpe liegt ihm am Herzen genauso wie die Pflege der Orchideenwiese.

Zu viel Publicity ist nicht in seinem Sinne. Vor allem ein Projekt, das er gemeinsam mit der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen auf den Weg brachte, brauche nicht so viel Öffentlichkeit, sagt er. Da ging es um die Umsetzung eines "Hilfsprogramms für Gebäudebrüter" - was nichts anderes heißt, als dass bei Sanierung von Häusern darauf geachtet wird, dass die Nistmöglichkeiten für Vögel nicht komplett "wegsaniert", sondern Neue, Geeignete angelegt werden. Mehrere Populationen der Turmfalken im Neuenhagener Rathauswasserturm wissen diese Initiative zu schätzen, scheint es.

Frank Ott ist gern unterwegs, um Interessierten zu erklären, wie Wald und Flur in Harmonie mit den Menschen funktionieren können. Da liegt sein Augenmerk auch auf der Ansiedlung der Biber im Neuenhagener Mühlenfließ - auch wenn die Tiere dort vom Wasser- und Bodenverband eher misstrauisch beäugt werden. Viel Kraft stecken er und die anderen Naturschutzfreunde auch in den Erhalt der Trainierbahn.

"Im Augenblick ist das unser Hauptprojekt. Das kostet uns viel Kraft und Zeit", sagt er. Natürlich müsse auch mit unbeliebten Kompromissen gelebt werden, dafür sei er in ständigem Kontakt mit der Treuhand, der das Gelände noch gehört.

Bis 2008 war Frank Ott noch Gemeindevertreter und da Vorsitzender des Umweltausschusses. Aber er wollte etwas mehr Freizeit und Zeit für die Familie. Denn seine Frau und sein zweites Hobby, das Tauchen in tropischen Gewässern, waren lange Zeit zu kurz gekommen.


Dienstag, 19. Januar 2010

 

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